BuJo – Forschung!

Ich beschäftige mich gerade damit, ob Bullet Journals wohl in Beratung und Therapie hilfreich sein könnten. Super viele Menschen nutzen ihr Bullet Journal für ihre „mental health“, weil ein BuJo sehr gut dabei hilft, Aufmerksamkeit auf bestimmte Dinge zu lenken, allen voran Dinge, die einem wichtig sind oder die man gern erreichen will.

Genau um das, was einem wichtig ist und was man erreichen will, geht es auch in Beratung, Therapie und Coaching! Ziele (und daraus folgende Aufgaben) gehören zum Bullet Journal und gehören auch zu hilfreichen Gesprächen. Alles sehr interessant, und ich glaube ich will mich da mehr mit beschäftigen. Online finde ich da nicht so super viel zu, ich denke ich werde da bald auch was zu schreiben.

Aber zwischen Interesse und Schreiben steht natürlich noch Beschäftigung, und deswegen empfehle ich jetzt manchmal Klient*innen von mir, das zu „tracken“ was ihnen am Herzen liegt und überlege schon, ob man nicht auch in Sitzungen gemeinsam was vorbereiten könnte, um sinnvoll zu tracken.

In meinen Versuchen, da ein hilfreiches Schema anbieten zu können, ist mir etwas spannendes aufgefallen: Eigentlich sind Tracker eine Topmöglichkeit, um echte Forschung zu betreiben, weil man sowohl abhängige wie unabhängige Variablen tracken kann. Für meine Nicht-Forschungs-Leser*innen (good life choice, übrigens): Die abhängige Variable heißt so, weil sie von anderen Variablen abhängt, zum Beispiel mein Gewicht von meiner Ernährung. Die unabhängige Variable heißt im wesentlichen so, weil sie nicht die abhängige Variable ist, nicht unbedingt weil sie komplett unabhängig ist. Man könnte auch von Output und Input sprechen, aber der Elfenbeinturm muss natürlich öfter mal neu gestrichen werden.

Jedenfalls habe ich so gemalt und merkte: Wenn man oben die Output-Variable hinschreibt, also dass was man gern hätte, und unten die Input-Variablen, also alles von dem man vermutet, es könnte auf den Output einwirken, dann kriegt man eine super Seite im BuJo!

Stimmung soll besser werden (Output), und das unten sind die Inputs

Da will ich demnächst mal probieren, das Leuten zu empfehlen. Ich glaube, allein die Punkte auszufüllen könnte eine interessante Sitzung ergeben, ganz zu schweigen davon, dass dann nachher zuhause zu machen – und dadurch ja mindestens jeden Tag drüber nachdenken, was einem gut tut und sich zu verbinden mit dem, was einem wichtig ist.

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