Wie auf Rollschuhen

Immer wenn ich in letzter Zeit gefragt werde, wie es mir geht, stocke ich kurz. Die Situation mit meiner Mutter ist für mich quasi immer präsent, meine Mutter tut mir wahnsinnig leid, ich selber tue mir auch leid, und ich habe einfach viel zu tun mit Organisieren, Halten, und selber verdauen und nicht verzagen.

Gleichzeitig ist vieles in meinem Leben voll schön. Ich bin in einer liebevollen Beziehung mit einer tollen Frau, es läuft echt richtig gut, ich stehe zu meinen Ansichten über Polyamory und Beziehungsanarchie, was mir innerlich gut tut und äußerlich auch zu besseren Kontakten führt, ich bin in ruhigerem Fahrwasser mit einer anderen tollen Frau, die ich sehr lieb hab und mit der es aber auch sehr schwierige Zeiten gab, die Firma läuft und macht Spaß, und kommende Woche startet sogar eine Doppelkopf-Runde!

Ich finde deshalb die Frage total schwer zu beantworten, weil ich weder die eine noch die andere Seite verleugnen will. Gestern in einem Gespräch kam mir das Bild in den Sinn, dass es so ist wie auf Rollschuhen, und der eine Schuh fährt auf Asphalt, und der andere auf Schotter. Sehr verschieden, und insgesamt dadurch recht irritierend.

Und es ist nicht nur schwer zu beantworten, es ist auch ziemlich schwierig zu fahren, und den gut laufenden Rollschuh zu genießen, während der andere rumpelt und schleift.

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