Fate RPG

Ben hatte mich angespitzt, einmal einen Blick auf das Fate-Rollenspiel zu werfen, und wie gut, dass ich ihn habe! (hier geht’t zu seinem Artikel über das System)

Fate (veröffentlicht von Evil Hat Productions, in Deutschland vertrieben durch den Uhrwerk Verlag) eignet sich wunderbar für das, was ich bei der Arbeit vorhabe, aber es ist auch einfach ein spitzenmäßiges Spielsystem, wenn man keinen Bock auf number-crunching und 2 Stunden lange Kämpfe mehr hat.

Fate-Würfel auf Fate-Büchern
Fate-Würfel auf Fate-Büchern

In aller Kürze: In Fate dreht sich alles um die Erzählung, nicht so sehr um die Würfelergebnisse oder die Fertigkeiten. Alles dient nur einer guten Geschichte.

Die Schlagzeugerin in meiner Band hat immer von ihrem Schlagzeuglehrer erzählt, der immer wieder darauf pochte, dass man songdienlich spielen solle. Nicht möglichst geil und Hauptsache es kracht, sondern so spielen, dass es dem Song gut tut.

Das gleiche passiert bei Fate: Alles, was Spieler*innen tun, sollte die Geschichte bereichern, und genau dafür gibt es Regeln. Nicht für Fallschaden oder Effekte von Portalmagiepatzern, sondern für die Bereicherung einer Geschichte.

Alles dreht sich um Aspekte und Fate-Punkte. Aspekte sind Seiten einer Figur, möglichst welche, die Vor- und Nachteile mit sich bringen. Sowas wie „I have a bad feeling“ könnte ein Aspekt sein, oder aber auch „Zynische Amazone“ oder „Die da oben wollen mir was“ oder „Wer’s nicht probiert, hat schon verloren“. Diese Aspekte können vom Spieler selbst oder von anderen Spielerinnen in die Erzählung eingebunden werden. Auch Situationen können Aspekte haben, zum Beispiel „neblig“ (gut einsetzbar gegen Scharfschützen) oder auch „angeheizte Stimmung“ (könnte einen Bonus beim Provozieren geben).

Um Aspekte zu seinem Vorteil zu nutzen, gibt man die schon erwähnten Fate-Punkte aus. Wenn die Spielleitung (oder auch andere Spieler*innen) einen Charakter-Aspekt zum Nachteil nutzen möchte, kann sie „reizen“. Wenn ich mitspiele, bekomme ich einen Fatepunkt zurück. Auch wenn ich im Konflikt mit anderen Konsequenzen einstecke (sehr episch!), bekomme ich Fatepunkte.

All das belohnt ein Spiel, das interessant und storydienlich wird. Es gibt ein schönes Video in der Spielserie von Wil Wheaton, wo sie Fate spielen, und es ist ein beeindruckendes Beispiel (geht 1 Stunde)

Ich bin sehr angetan, Ben und ich wollen demnächst mal spielen. Hat noch wer Lust? Ach, und ich habe (weil Dokumentenerstellung und Rollenspiel für mich immer schon Hand in Hand gingen) eine Übersicht über die Basisregeln auf 2 Seiten erstellt, wer Fate kennt oder ausprobieren will, findet das vielleicht hilfreich.

Vorne drauf alles zu Aspekten und Fertigkeitswürfen, hintendrauf alles zu Kämpfen bzw. Konflikten.

Wer mehr will, es gibt die kompletten Regeln gratis zum Download oder auch als HTML unter www.faterpg.de.

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