Weil es passt.

Ich drohte zu versinken in diesem ganzen Zeug mit meiner Mama und dem Alltag, alles fühlte sich so determiniert an, und dann hab ich mich nochmal aufgebäumt, und es tut richtig gut…

Ich hab mit meiner Partnerin nochmal drüber gesprochen, dass ich gern meine Poly-Identität mehr leben würde, was natürlich vor allem auch eine große Sache für eben diese Beziehung ist („ich will mehr ich sein, mit dir“). Sofort fühle ich mich stärker verbunden, bin stolz auf uns und so glücklich… Es ist so toll, wenn man eine Beziehung hat, die keine Begrenzungen macht, sondern Wege pflastert, die sagt „Mach was dir Spaß macht“. Voll geil.

Darüber hinaus ist es eine große Sache für mich und andere Beziehungen. Ich habe mich wieder auf Tinder angemeldet und merke, wie gut es mir tut, weil ich mich jung und aktiv fühle, weil es mir gefällt, Kontakt zu machen, auch weil ich mich sexy fühle, wenn Frauen mich nach rechts geswiped haben.

Und ratzfatz treffe ich dort auch eine sehr coole Frau, die ihren Platz in all den Beziehungsoptionen sucht und finde es ein super cooles Gespräch.

Außerdem räume ich ein bisschen auf und gucke mir meine Altlasten an: es ist leicht, wenn man eine tolle Beziehung hat, einfach die alten Sachen abzuhaken: Egal, jetzt bin ich glücklich. Aber auch da fühle ich gerade: Nein, auch der alte Kram war ja wichtig und hat mich beeinflusst, und ich fühle mich wohler, wenn ich da hinschaue und diese Beziehungen ernstnehme, ihren Einfluss auf mich ernstnehme. In der beziehungsanarchistischen Denke ist ja auch klar: die sind auch wichtig, die sind eben nicht abgelöst, sondern sind eine eigene Größe. Wenn die vorher nicht rund waren, sind die auch nicht rund, nur weil eine andere Beziehung beginnt. Und auch da merke ich, wie gut das tut, einfach weil es mir total entspricht, da hinzugehen (und weil ich hoffe, dass dadurch Themen zur Ruhe kommen oder Kontakte sich wieder unbelastet anfühlen können).

Intensive Zeit gerade…

Titelbild von Etienne Girardet

2 Gedanken zu „Weil es passt.

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